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Tag 5

 

 

Der Tag hatte es in sich. Nachdem wir heute morgen ein wenig sp√§ter aufgestanden sind und gefr√ľhst√ľckt hatten, stand unsere Bergtour auf dem Programm. Der Nationalpark Calimani mit "Tschautscheskuh's" Bergh√ľtte will besichtigt werden.

(Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Pietrosu_Peak_%28C%C4%83limani%29 )

Die Calimani-Berge sind der gr√∂√üte vulkanische Komplex in den Karparten, sie geh√∂ren Geologisch zu den CńÉliman-Harghita Mountains Gruppe der inneren, √∂stlichen Karparten. 1990 gegr√ľndet, ist er einer der gr√∂√üten Nationalparks in Rum√§nien. Der Park umfasst etwa 24.041 ha.

Auf dem Weg nach oben kommen wir an einem Tagebau vorbei. Unsere zwei rum√§nischen Begleiter erz√§hlen uns, das Nicolae Ceau»ôescu hier eine Bergh√ľtte besessen hat. Und weil er einen sch√∂neren Ausblick haben wollte, lies er einfach Teile des Berges abtragen. Belegen kann ich die Geschichte allerdings nicht.

Aurelia, Gunther, Thomas und Marcus aus Wien nehmen einen Jeep, Tibi, Dani, Franz¬† und Thomas fahren mit den Quad's und Stefan und ich beschlie√üen die Tour mit dem Moped zu fahren. Unsere beiden Bikes sind mit ca. 280 kg zu schwer, daf√ľr allerdings muss ich zu unserer Entschuldigung sagen, wir sind 2014 mit einem Pickup nicht ganz um das Massiv verfahren, sondern nur bis zum oberen Teil des Bergwerkes. Und das w√§re zu fahren gewesen. Tibi unsere Reisef√ľhrer wei√ü das jetzt auch und wird diese Tour k√ľnftig nur noch mit dem Quad oder Jeep anbieten.

 

 

Wenn wir also gewu√üt h√§tten, was auf uns zu kommt, h√§tten wir uns sicherlich anders entschieden. Die ersten Kilometer fahren wir noch auf holprigen Betonsteinen. Doch das √§ndert sich bald. Die Steine werden immer gr√∂√üer und das Ger√∂ll immer loser. Bei der Wetterstation am Gipfel sind wir das erste mal mit den Kr√§ften so richtig am Ende. Dani, unser Reisef√ľhrer sagt uns, das die Stra√üen ab jetzt schlechter werden!!! Was dann kommt, kann man eigentlich mit einer GS oder Crosstourer gar nicht fahren. Beschreiben kann man es nicht so richtig. Dani verpasst eine Abzweigung und wir fahren dort hin, wo wir nicht sein sollten. Wir fahren einen Waldweg hinunter, warten unten, w√§hrend Dani den weiteren Weg erkundet, welcher aber nach 10 Minuten zur√ľck kehrt. Hier geht es nicht weiter, wir m√ľssen wieder nach oben.

 

 

In dieser Passage r√§umen alle Autofahrer die dicksten √Ąste aus dem Weg, damit wir den Berg noch einmal hoch kommen, den wir vorher m√ľhevoll und Schritt f√ľr Schritt nach unten kamen. An diesem Tag wachsen wir √ľber uns selbst hinaus und √ľberstehen den Tag unfallfrei und umfallfrei.

Statt um 13 Uhr kommen wir erst um 16:30 Uhr bei der Bergh√ľtte an, wo auf uns ein Lammeintopf, Steinpilze in Rahmsauce und eine K√§semaispolenta erwartet.

 

 

Unser Wirt f√ľr heute l√§sst keine Gelegenheit aus, Aurelia mit seinem selbstgebrannten Schnaps zu verw√∂hnen. Auch dem Rest unserer Mannschaft l√§sst er seinen Selbstgebrannten in der 3-Liter-Plastikflasche angedeihen. Nach einem √ľppigen Mahl machen wir uns auf den nach Hauseweg und erreichen um 20:30 Uhr unseren Unterkunft, sichtlich gezeichnet - vom Staub des Tages.

 

Die neueste Errungenschaft ist eine "Open-Air_Dusche" in Tibis Garten, und nach so einem Tag nutzen wir die gerne. War es doch auch heute auf dem Berg so richtig warm und schwei√ütreibend. F√ľr morgen wollen wir einen Ruhetag einlegen, d.h. nicht wirklich weit fahren, sondern nur auf dem k√ľrzesten Weg nach Vatra Dornei, ein wenig flanieren.

Ein herzliches Dankesch√∂n hier noch einmal an Tibi und Dani, die uns "Ihren Berg" gezeigt hatten und das auf eine gaaanz besondere Weise. Der Trip hat richtig Spa√ü gemacht, das sagen wir aber wahrscheinlich nur, weil nix passiert ist. Die Quad- und Jeepfahrer hatten mit uns auf jedenfall Ihren Spa√ü. So l√§sst es Marcus nicht aus, mich an einer Stelle zu √ľberholen und so richtig ein zu stauben. Ich fahre sp√§ter aus dem Staub heraus, wie bei uns aus dem Nebel wenn ich in den bayerischen Wald im Herbst fahre.

 

Gefahrene Kilometer an diesem Tag: 80 km

 

ein Teil der Bergpassage

 

Taxi am Berg Calimani? "Na siicher!"

 

Schweres Geläuf im Berg Calimani

 

Streckeninfo f√ľr Android und iTeile

 

 

 
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