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Tag 2

 

 

Tag 2

Die Nacht war kurz, zumindest f√ľr 2 von uns. Genossen wir doch zu sehr die Gastfreundschaft unseres Wirtes. Das Hotel Central in Kremnica war gut und das Essen perfekt. Das Fr√ľhst√ľck war lecker und so konnten wir gut gelaunt in den Tag starten. Heute steht die Tatra auf dem Plan, die wir bereits 2013 bei Regen durchquert hatten und sie eigentlich nicht zu sehen bekamen. Umso sch√∂ner sie bei diesem Wetter zu erleben. Die vielen Kurven sind perfekt und die Route ist hervorragend geplant. Wir starten in Kremnica morgens um 08:00 Uhr, nachdem unsere Mopeds die ganze Nacht auf einem unbewachten Parkplatz hinter dem Hotel standen. Dort f√ľhrt auch eine Stra√üe vorbei, die zu einem Supermarkt f√ľhrt. Und hier herrscht am Morgen reger Betrieb. Wir werden noch ein bisschen beim Packen bestaunt, versorgen uns im Supermarkt mit Wasser und fahren los. Unsere Reise f√ľhrt uns am morgen vorbei am Nationalpark Niedere Tatra (slowakisch N√°rodn√Ĺ park N√≠zke Tatry, Abk. NAPANT).

Video aus der hohen Tatra

Der Park ist ein slowakischer Nationalpark in der Mitte des Landes. Er bedeckt den Hauptkamm und das Vorgebirge der Niederen Tatra sowie einen Teil der Kozie chrbty im Nordosten und Starohorsk√© vrchy im S√ľdwesten und erstreckt sich √ľber 100 km L√§nge zwischen den T√§lern von Hron im S√ľden und Waag im Norden. Der Nationalpark Niedere Tatra bedeckt vollst√§ndig sowohl den Hauptkamm als auch Vorgebirge der Niederen Tatra. Die Kernzone ist zweigeteilt: Ein Teil umfasst die ńéumbierske Tatry (benannt nach dem Berg ńéumbier) zwischen den P√§ssen Donovaly und ńĆertovica und der andere die Kr√°ńĺovohorsk√© Tatry (benannt nach dem Berg Kr√°ńĺova hońĺa) zwischen den P√§ssen ńĆertovica und Vern√°r. Die Schutzzone umfasst den Bereich um den Pass ńĆertovica, weiter die Kozie chrbty n√∂rdlich der Gemeinde Liptovsk√° Teplińćka, die Landschaft Horehronsk√© podolie (oder Horehronie) n√∂rdlich des Flusses Hron von Telg√°rt bis Slovensk√° ńĹupńća, einen Teil des Gebirges Starohorsk√© vrchy (҆pania Dolina, Star√© Hory) und einen Teil des Podtatransk√° kotlina (Unter-Tatra-Kessels) ungef√§hr s√ľdlich der Waag und des Liptauer Stausees. Die St√§dte Bansk√° Bystrica, Brezno, Liptovsk√Ĺ Hr√°dok, Liptovsk√Ĺ Mikul√°Ň° und RuŇĺomberok liegen knapp au√üerhalb der Schutzzone. Verwaltungstechnisch liegt die S√ľdseite im politischen Bezirk Banskobystrick√Ĺ kraj (Okresy Bansk√° Bystrica und Brezno), die Nordseite mehrheitlich im ŇĹilinsk√Ĺ kraj (Okresy RuŇĺomberok und Liptovsk√Ĺ Mikul√°Ň°) mit kleineren Teilen im PreŇ°ovsk√Ĺ kraj (Okres Poprad).(Quelle: Wikipedia)

Unsere Reise f√ľhrt uns weiter nach Norden zum Liptauer Stausee, den wir auf der n√∂rdlichen Seite queren. Der Stausee wurde zwischen 1965 und 1975 errichtet. Die Wasserfl√§che betr√§gt 22 km¬≤, seine maximale Tiefe betr√§gt 45 Meter. Mit einem Stauvolumen von 360 Millionen m¬≥ Wasser ist er der gr√∂√üte Wasserspeicher (nach Volumen) der Slowakei. F√ľr den Bau wurden mehrere D√∂rfer (unter anderem Liptovsk√° Sielnica, Paludza, Par√≠Ňĺovce, NeŇĺitovce, Z√°diel, Decht√°re, Sokolńće, ńĆemice, VŇēbie, R√°ztoky und das namensgebende Liptovsk√° Mara) v√∂llig aufgegeben; Teile von Orten Bobrovn√≠k, Liptovsk√Ĺ Trnovec und Benice wurden √ľberflutet. Einige Geb√§ude dieser D√∂rfer, u.a. die fr√ľhgotische Kirche von Liptovsk√° Mara, wurden in das Dorfmuseum Liptov √ľbertragen. (Quelle: Wikipedia)

Mittag halten wir zu ein l√§ngeren Pause in der hohen Tatra. Wir halten im Ort Stary Smokovec , welcher auf 1010 m auf der S√ľdseite der hohen Tatra liegt. Wir sitzen unterhalb des alten Grand Hotels und trinken lediglich Kaffee oder Radler, denn es ist zu hei√ü zum essen.

Der Ort wurde 1793 gegr√ľndet. Star√Ĺ Smokovec entwickelte sich an der Quelle des seit uralten Zeiten bekannten ‚ÄěAltschmeckser Sauerwasser‚Äú. Ab der ersten H√§lfte des 19. Jahrhunderts entstanden gr√∂√üere Hotels. Wegen der Quelle gab es Kureinrichtungen. Im Jahr 1904 wurde das Grand Hotel vom Budapester Architekten Guido Hoepfner erbaut. Das urspr√ľnglich aus einem Block bestehende Hotel wurde dreimal erweitert. Seit 1908 verbindet die Elektrische Tatrabahn Star√Ĺ Smokovec mit Poprad und ҆trbsk√© Pleso. 1912 entstand noch eine Zweigstrecke nach Tatransk√° Lomnica. Daraufhin entwickelte sich Star√Ĺ Smokovec zum bedeutendsten Touristenort im S√ľden der Hohen Tatra. Altschmecks stand zu der Zeit im Wettbewerb mit den anderen neuentstandenen Siedlungen in der Hohen Tatra. (Quelle: Wikipedia)

Bis hierhin war alles gut. Beim weg fahren passiert dann das erste Missgeschick des Tages. Wolfgang legt seine Crossruner dezent auf die Stra√üe, Stefan f√§hrt schon vorraus und f√ľhrt eine fremde Motorradgruppe an, w√§hrend wir in eine andere Richtung abbiegen. Der Fehler ist schnell entdeckt und wir fahren gemeinsam weiter unserem Ziel nach Kosice entgegen. Doch heute meint es Jemand nicht gut mit uns.

Als wir die Kamera von Thomas auf das Bike von Marcus montieren, ahnen wir noch nicht, was gleich passieren wird. "Nach fest kommt ab", wie Stefan zu sagen pflegt. Bei Tempo 80 verliert Marcus die Kamera und ich sehe sie noch auf der Stra√üe purzeln. Ich bremse so schnell es geht, Franz weicht mir noch aus. Der Rest kommt gleich zur√ľck und wir suchen gemeinsam eine Stunde die 300 ‚ā¨ teure Kamera bei 33 Grad, leider jedoch ohne Erfolg. Mit Erfolg stechen uns jedoch s√§mtliche Staunzen und Bremsen die es an diesem Bachlauf gibt. Das Gras ist allerdings zu hoch und wir finden sie nicht mehr. Ein Anwohner, der unsere Suche aus dem Garten beobachtet, schenkt mir noch 1 1/2 Liter k√ľhles Wasser, welches wir miteinander teilen. Gott sei Dank habe ich mittags bereits ein Backup von den Videos gemacht. Wir fahren weg und Marcus vermutet, das die Wiese am Abend schon gem√§ht war.

Wir beginnen um 16:30 Uhr mit der Quartiersuche, die dann erst um 20:30 Uhr in Ungarn endet. Nachdem wir vor Kosice einige Pensionen angefahren sind (in allen fanden Hochzeiten statt), fragen wir im gr√∂√üten Hotel der Stadt Kosice nach. Es ist ein Betonbunker aus bester Ostzeit. Man bietet uns die √úbernachtung f√ľr 70 ‚ā¨ im Hotel Yasmin an, allerdings ohne Fr√ľhst√ľck. Wir lehnen das Angebot dankend ab und folgen weiter unsrer Route. Zun√§chst gehrt es raus aus der Stadt und wir finden auf der tschechischen Seite nur noch ein Hotel, welches aber ebenso ausgebucht ist. Wir beschlie√üen noch nach Ungern zu fahren und finden hier im dritten Anlauf um 20:30 Uhr unser Hotel f√ľr die Nacht. Das Hotel Aranyabanya ist daf√ľr umso sch√∂ner, die lange Suche hat sich gelohnt und wir bekommen auch noch was zu essen. Die Bestellung ist jedoch ein wenig abenteuerlich, denn eine Verst√§ndigung ist kaum m√∂glich. "Bier" ist international, der "Scheinebraten mit Kartofflen" entpuppt sich jedoch als Schnitzel mit Pommes. Das Essen ist aber lecker und sitzen bis sp√§t in die Nacht noch drausen in der Laube und kichern wie kleine Schulkinder. Danach gehen wir ins Bett, wir bekamen nur 2 Doppelzimmer und ein 5 Mann Zimmer. Mit Ohrst√∂psel ist aber auch das zu ertragen.

 

 

Zur√ľckgelegte Strecke an diesem Tag: 485 km

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