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Tag 15

 

Heute starten wir gegen 08:00 Uhr und fahren noch ein Stück bis Tebea, dort biegen wir auf die kleine Straße 706 nach Ilia ab. Die 35 km frisch geteerte Straße ist a la bonheur, eng, kurvenreich und landschaftlich sehr reizvoll. Unser Vermieter gab uns den Tip, denn eigentlich wollten wir die Grenze bei Oradea überqueren, doch bis dahin sind es ca. 180 km, mit jeder Menge Baustellen. Ich erinnere mich an letztes Jahr, da sind wir ein Teilstück über Oradea bereits gefahren, das war kein Spaß.

Nun gut, die Straße zwischen Deva und Arad ist jedenfalls gut ausgebaut und ebenso gut befahren. Wir müssen an vielen LKW's vorbei und kommen so gegen 11:00 Uhr in Arad an. Das wird unser letzter Stop in Rumänien werden und wir beschließen, die restlichen Lei in Mc Donalds zu inverstieren. Fazit: "Es schmeckt genauso wie daheem", würde Aurelia jetzt sagen. Die Preise sind die Selben und ich wundere mich, das dort so viel Geschäft geht. Ich hatte noch 36 Lei, das reicht für ein McTasty Menü und einen McRib auf rumänisch (keine rote Soße, sondern Mayo). Die Temperaturskala zeigt bereits jetzt 35 Grad und so macht es eigentlich keine Freude, so ein Menü zu verdrücken. Getan habe ich es trotzdem und werde die nächsten Stunden daran denken müssen, das es nicht so schlau war. Manchmal hasse ich mein Gier, aber nur manchmal. Bevor wir losfahren, hole ich noch zwei Flaschen Wasser, und übergieße mich und mach mich so ordentlich nass. Alle schauen recht komisch, aber Wasser kühlt bekanntlich und so fahre ich durch die Stadt, bei 35 Grad angenehm kühl.

Direkt nach Arad geht es auf die Autobahn, denn wir haben uns vergenommen, das wir heute bis zum Neusiedler See fahren. Nach 40 km erreichen wir die rumänisch-ungarische Grenze und haben hier nur wenig Aufenthalt. Ab jetzt geht es durch die Puszta. Der Begriff „Puszta“ leitet sich vom altslawischen Wort „pust“ ab, was so viel wie „öde“, „wüst“, „leer“ bedeutet. In diesem Sinne kann die Ableitung „Puszta“ mit „Einöde”, „Wüste“, „unfruchtbarem“, „brachliegendem“, „verlassenem“ oder „unbebautem Land“ übersetzt werden. Bis Budapest sind es ca. 200 km und es macht keinen Spaß. Die Temperaturen steigen auf 39 Grad.

Mitten in der Puszta auf der Autobahn gibt es dann noch einen Stau, ein Auto hatte einen Reifenplatzer. Gunther und Aurelia fädeln sich durch und wir hinterher. Irgendwie haben die Beiden es aber schneller geschafft und wir verlieren sie aus den Augen. Wir fahren dann jeden Parkplatz an, weil wir nicht an ihnen vorbeizischen wollen. Auf einem Parkplatz gießt ein Mann oben auf einem LKW mit einem Feuerwehrschlauch ein paar Büsche. Ich bitte ihn darum, das er uns abspritzen soll, was er zuerst nicht machen will. Er sieht aber, das ich es ernst meine und dann richtet er seinen Schlauch gegen uns und hat so richtig Spaß daran. Wir auch, es kühlt richtig gut. Nass fahren wir weiter und holen die Beiden dann doch noch ein. Bei der nächsten Tankstelle wässern wir uns abermals und so lässt es sich auch bei fast 40 Grad beim Biken aushalten.

An diesem Tag reisen wir 650 km ab und ich zolle unserem Mädel Aurelia höchsten Respekt. Franz, Stefan und ich beschließen, am Neusiedler See die Nacht zu verbringen, während Gunther und Aurelia noch bis nach St. Pölten weiter fahren. Was für eine Leistung bei den Temperaturen. Der Abend klingt bei uns am See aus, während Gunter und Aurelia noch einen Chinesen in St. Pölten besuchen.

 

 
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