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Tag 14

 

 

 

Wir wollen heute morgen bei Zeiten los, und haben gestern Abend untereinander ausgemacht, das wir um 07:30 Uhr Fr├╝hst├╝cken wollen. Ich bin also um 07:00 Uhr am Moped und packe gerade meine Sachen auf, als ein junger Mann auf mich zu kommt und mir erkl├Ąrt, das er die Chefin oder K├Âchin erst noch holen muss und er ist bis um 08:00 Uhr zur├╝ck. Umsonst so fr├╝h aufgestanden. Egal, wir sind ja schlie├člich im Urlaub. Wir beschlie├čen, auf das Fr├╝hst├╝ck zu warten, ich lade derweil ein paar Bilder nach Facebook hoch und der Rest l├Ądt Sachen auf Moped hoch. P├╝nktlich um 08:00 Uhr kommt die K├Âchchefin und bereitet das Fr├╝hst├╝ck. Heute gibt es Omlett, Gurken, Tomaten, Wei├čbrot, Marmelade und einen Kaffee. Wir lieben die Abwechslung. Die Staunzenabrechnung erinnert mich ans Donaudelta und wir fahren los.

Heute steht die Transalpina mit dem Urdelepass auf unserem Programm. Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen, es ist die beste Stra├če auf unserem gesamten Trip. Nachdem wir also den Stausee Lacul Vidra passieren, biegen wir links ab auf die DN67C. Zu unserer Verwunderung steht dort ein Durchfahrt verboten Schild und wir ├╝berlegen kurz. Aber nur wirklich kurz und wir fahren daran vorbei. Mut zahlt sich aus, der Urdelepass pr├Ąsentiert sich in Hochform. Die Stra├čen sind komplett neu geteert und er ist mir 2145 m die h├Âchstgelegene Passstra├če Rum├Ąniens. Die Kurven sind zum Teil so eng, das ich sie im ersten Gang fahren muss. Manchmal ├╝berlege ich sogar, ob ich nicht noch einmal zur├╝ck sto├če. Das Navi von Stefan steigt aus und kennt sich nicht mehr aus, soviele Kurven innerhalb weniger Meter ist f├╝r das kleine elektronische K├Ąstchen einfach zu viel. Am Ende der Abfahrt Richtung Targu Jiu finden wir noch eine Tankstelle und machen uns noch einmal voll. Kurz vor Novaci ist in Fahrtrichtung auf der linken Seite noch eine Tankstelle. Wir treffen hier den freundlichsten und reinlichsten Tankstellenwart, ever, ever, ever. Er plaudert mit uns, lobt seinen Chef, bringt uns einen Aschenbecher - und den fast bis zur Zapfs├Ąule - und freut sich mit uns ├╝ber die sch├Âne Stra├če, die wir gerade gefahren sind. Dort werden wir wieder tanken.

Bei Targu Jui fahren wir wieder n├Ârdlich, mit Ziel Apuseni Gebirge. Auf dem Weg dahin durchqueren wir den Nationalpark Defileul Jiului der ebenso viele Kurven wie Baustellen zu bieten hat. Aktuell wird die Fahrbahn zwischen Bumbesti-Jiu und Petrosani erneuert und dass auf viele Kilometer. Wir verbringen mehr Zeit beim Warten an der Ampel als beim Fahren. Mitten im Nationalpark entdecken wir noch eine Klosteranlage: M─ân─âstirea Lainici die wir aber mangels Zeit (und Lust) nicht besichtigen. Wir wollen schlie├člich Motorrad fahren. Au├čerdem, 38┬░ C Au├čentemperatur l├╝gen eben auch nicht.

In Petrosani angekommen, entdecke ich ein Kaufland, an dem anscheinend immer eine Imbissbude dran klebt. Ich biege ab und wir verpflegen uns. F├╝r umgerechnet 10 Euro hauen wir uns zu Dritt den Bauch richtig voll (2 x Bratwurst, 2 x Cevapcici, 2 x Steak) und naschen noch ein kleines (3 x Lieblings-)Getr├Ąnk. Nach der St├Ąrkung fahren wir weiter, nicht ohne uns noch einmal zu verlieren. An einer Engstelle, es geht nur einspurig ├╝ber eine Br├╝cke, will Stefan links von zwei LKW's vorbeifahren, findet dort jedoch keinen Platz. Ich sehe als zweiter in der Gruppe, wie sich rechts der LKW's bereits 3 Biker vorbei gemogelt haben und nehme diesen Weg. Stefan kann nicht mehr zur├╝ck sto├čen und muss deshalb die Stra├če gerade aus weiter, die ist jedoch durch Betonfahrbahnteiler zum wenden nicht geeignet. Also geht es f├╝r ihn ein paar Kilometer gerade aus, das ganze wieder zur├╝ck, vorbei an der Abbiegung bis zur├╝ck in die Stadt, die wir passierten. Jetzt hei├čt es, sich wieder durch den Stau vorbei mogeln und die richtige Abfahrt zu finden. Nach 20 Minuten sind wir wieder komplett und fahren noch ca. 100 km bis Brad, wo wir eine ├ťbernachtung finden. Die Unterkunft verf├╝gt ├╝ber einen gro├čen Pool, den Aurelia und Gunther ausf├╝hrlich nutzen.

Petro╚Öani (ungarisch Petrozs├ęny, deutsch Petroschen, ehem. dt. Steinthal) ist eine Stadt in Rum├Ąnien; sie liegt im Kreis Hunedoara in den Karpaten Transsylvaniens. Der Ort ist Mittelpunkt eines Bergbaureviers und bekannt als ÔÇ×Stadt der KohleÔÇť, au├čerdem aber eine Universit├Ątsstadt. Der Name der Stadt leitet sich von Petros ab, er war vermutlich ein ehemaliger Bewohner des heutigen Petro╚Öani. Der Ort wurde im Jahr 1768 gegr├╝ndet, seit dem Jahr 1896 ist eine evangelische Gemeinde bekannt. Der bekannte Schriftsteller der phantastischen Literatur Jules Verne hat in seinem Buch ÔÇ×Das KarpatenschlossÔÇť, das in einem Bergdorf im nahen Gebirge unter dem Retezat spielt, die Gegend beschrieben. Die Stadt besitzt ein Theater und ein Bergwerksmuseum. Am Par├óng befindet sich ein beliebtes Skigebiet. Das Retezat-Gebirge auf der anderen Seite ist das westlichste Hochgebirge (2509m) der rum├Ąnischen Karpaten und in wichtigen Teilen in Rum├Ąniens ├Ąltestem Nationalpark gesch├╝tzt. Petroschen stellt einen wichtigen Zugang zu diesem Nationalpark Retezat dar, dessen S├╝dseite am direktesten von dort ├╝ber das benachbarte Tal des Jiul de Vest, ├╝ber die St├Ądte Vulcan und Lupeni erreichbar ist. (Quelle: Wikipedia)

Nach Petrosani fahren wir zun├Ąchst nordwestlich auf der DN66 in Richtung Simeria, dort wechseln wir auf die DN7 nach Deva. Wir durchfahren Deva, eine Stadt mit ├╝ber 60.000 Einwohnern. Auf einem Vulkankegel stehen noch die Ruinen einer Burg

Die Ruinen der Devaer Burg - eine der st├Ąrksten Festungen Siebenb├╝rgens -, auf einem 371 m ├╝. M. hohen Vulkankegel gelegen; die Burg wurde erstmals 1269 erw├Ąhnt. Seit 1321 war diese samt Umgebung Landgut des ungarischen K├Ânigs Karl I. Anfangs war es eine K├Ânigs- und F├╝rstenburg, wurde im 15. Jahrhundert Besitz von Johann Hunyadi. Nach den Kreuzz├╝gen der Kuruzen von 1687 bis 1706 wurde die Burg von den Truppen des Kaisers Karl VI. besetzt und renoviert. Ein Versuch von Aufst├Ąndischen des Horea-Aufstandes im November 1784, die Burg einzunehmen, scheiterte. Nach einem Besuch des Kaisers Franz I. 1817 wurde die Burg erneut renoviert. Nachdem 1849 wegen einer Explosion von Pulverreserven die Burg zum Teil zerst├Ârt wurde ÔÇô wobei auch viele Soldaten starben ÔÇô, wurde sie verlassen und nicht wieder aufgebaut.[5] Zu erreichen sind die Ruinen zu Fu├č oder mit einem 278 Meter langen Schr├Ągaufzug. (Quelle: Wikipedia)

In Brad angekommen, haben wir f├╝r unsere Bikes hinter einem dicken Stahltor einen Parkplatz im Hinterhof gefunden. Aurelia und Gunther schlafen im Haupthaus, Franz, Stefan und ich bekommen das Austragsh├Ąusl. F├╝r unsere Zwecke reicht es, sind wir doch eh nur zum Holz s├Ągen drin. Die Klamotten sind schnell gewechselt und uns lockt der Pool. Ob wir baden, wissen wir noch nicht. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch nicht sehr hoch, wir waren ja schon im schwarzen Meer baden. Als wir zum Pool kommen, nutzen wie bereits erw├Ąhnt, Auri und Gunther den Pool intensiv. Wir gehen ins letzte Eck, denn da ist die Bar. 38┬░ C Au├čentemperatur l├╝gen eben auch nicht. Wir sitzen und ratschen, sehen uns die Menschen an, manchmal sogar genauer. Gunther kommt vorbei und zischt ein Bierchen mit uns. Kurz darauf kommt sein rum├Ąnischer Liegenachbar vom vorderen Teil des Pools vorbei, stellt 4 Bier her und geht wieder. Wir wollen uns das nicht gefallen lassen und kontern die Attacke. Paul, der Rum├Ąne, sitzt also neben uns und wir unterhalten uns mit dem Handy und dem Google├╝bersetzer. Paul's Kumpel kommt kurz vorbei, er arbeitet in Belgien und ist auf Heimaturlaub, und erkl├Ąrt uns den Unterschied zwischen blonden Frauen und rum├Ąnischen Frauen. Kurz darauf geht er wieder, er war schon ziemlich prall.

Um 20:00 Uhr gehen wir vor zum Essen. Paul ist mit an Bord. Nachdem wir das Essen bestellen wollen, erkl├Ąrt er uns, dass sie hier nicht gut kochen und er w├╝├čte, wo es Besseres gibt. Er bestellt ein Taxi f├╝r 6 Leute, wir zahlen und warten auf das Gef├Ąhrt. Der Taxifahrer kommt, will uns nicht mitnehmen und wir gehen wieder zur├╝ck. Paul auch. Also bestellen wir noch ein Bier. Der Wirt hat das ganze mitbekommen und ist jetzt nicht mehr ganz so freundlich wie zuvor. Er verlangt von uns, das wir die ├ťbernachtung sofort zahlen, was wir auch tun. Na, was solls, wahrscheinlich hatte er Angst, das wir ├╝ber Nacht abhauen.

Franz, Stefan und ich nehmen noch eins "To Go" mit und gehen zu unserem Austragsh├Ąusl.

 

 

 

 Gefahrene Kilometer an diesem Tag: 323 km

 

Fremdmaterial vom Urdelepass

 
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