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Tag 11

 

 

 

 

Was haben wir gut geschlafen, die Betten waren klasse, unsere Zimmer hatten Klimaanlage und 50 % davon liefen gut. Nach dem wir gepackt haben, geht es noch ans bezahlen. Wer hĂ€tte das gedacht, das Staunzen teurer sind als Betten. Naja. Wir haben keinen Tag bereut und fĂŒr uns heißt es: "Auf zu neuen Ufern". Wir nehmen es heute tatsĂ€chlich wörtlich. Wir fahren ĂŒber landschaftlich reizvolle Straßen an die bulgarische Grenze nach Vama Veche. Nicht ohne die Vorwarnung unseres Vermieters zu ignorieren. Fahrt erst nach Tulcea und dann sĂŒdlich nach Constanta. Keinesfalls sollten wir vorher links abbiegen, da sind die Straßen zu schlecht. Ich habs gehört, Franz hats gehört, Gunther hats gehört, Aurelia hats gehört nur Stefan fĂ€hrt vorraus. Schwups, Blinker links und es schĂŒttelt uns ordentlich durch. Ich nehme mir ein Herz und brettere ĂŒber die nicht vorhandene Straße im Staub von Stefan und hole ihn nach ein paar Kilometern ein. Kurze Zeichensprache:   -->    -->    -->   . Es geht auch fast ohne Worte. Wir haben im Navi noch die unbefestigten Straßen drin und bereuen es bereits nach wenigen Kilometern. Wir drehen wieder um und dĂŒsen nach Tulcea. DĂŒsen ist allerdings der falsche Ausdruck. Nachdem Stefan mit dem Sprit im Tank eh schon knapp war, und die nĂ€chste Tankstelle zu hatte, beginnt er bis Tulcea sparsam zu fahren. Böse Zungen behaupten, er hat seine Motorradjacke als Segel benutzt. In Tulcea angekommen, tankt er so viel wie nie in seinen Hobel und ist sichtlich erleichtert. Den Rest der Reise wird er immer genĂŒgend FlĂŒssigkeit im Bauch haben, in beiderlei hinsicht. Auch wir tanken und als es ans bezahlen geht, funktioniert meine Kreditkarte nicht mehr. Die nĂ€chsten Stunden plagen mich gedanken ĂŒber PIN aus spioniert, Konten leer gerĂ€umt und Ă€hnliches. Am Abend löst sich dann alles in wohlgefallen auf. Offensichtlich hat nur die Verbindung nicht geklappt. Die Straße DN22 von Tulcea nach Constanta bietet genĂŒgend Zeit zum ĂŒberlegen, sie geht ziemlich gerade aus, und ist landschaftlich wenig abwechslungsreich.

In Constanta suchen wir zunĂ€chst vergeblich nach unserer Unterkunft. Wir sind einem kleinen MissverstĂ€ndnis bei der Buchung aufgesessen, und dachten zunĂ€chst, Vama Veche ist ein Strandabschnitt in Constanta. Also, nochmal rauf auf den Lastenesel und noch 50 km runter gerissen. Vama Veche, der Ort in RumĂ€nien gleicht dem Ballermann in all seinen AusprĂ€gungen. Wir haben am Strandleben und am Nachleben ein wenig teilgenommen. Der Eine mehr, der Andere weniger. :-). Ich war brav. Die Strandschönheiten mit ihren FreizĂŒgigkeiten haben allerdings dem Einen schon ein wenig den Kopf verdreht und wir sorgen gemeinsam dafĂŒr, das es im Rahmen bleibt. Auf der Partymeile versorgen wir uns mit Leckerreien, wie z.B. kleine frittierte Fische und panierte Muscheln, naschen an "Burgern" und beobachten das bunte Treiben. Das letzte Bier zu Hause schmeckt nicht einmal mehr, ist der Bauch doch so voll vom feinen Essen auf der Meile. Wir haben heute den weitesten Punkt, von zu Hause entfernt, erreicht. Alles was wir ab morgen fahren, bringt uns wieder nach Hause. Allerdings wissen wir auch, das der erste Teil der Tour von morgen kein Spaß wird. Es geht auf die Autobahn.

 

 

Wer sich ein wenig ĂŒber Constanta einlesen will, bitte sehr --> hier. Und 50 km entfernt ist dann Vama Veche. Wir wissen das nun auch.

 
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