RumÀnien 2013
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RumĂ€nien 2013 -  16 Tage durch SĂŒdost-Europa mit dem Bike

(es wurden dann doch 18 Tage - weil es sooo geil war!)

Ich muss mich mal zwischendurch bei Allen bedanken, die sich so lobenswert ĂŒber unseren Bericht geĂ€ußert haben. Herzlichen Dank dafĂŒr. Gerne stehe ich fĂŒr weitere AuskĂŒnfte zur VerfĂŒgung, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschĂŒtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Die Idee einer Tour in Richtung schwarzes Meer wurde bereits 2009 geboren. Ein Freund von mir machte mich ganz heiß auf die Tour. Damals hatte ich noch eine BMW R 1100 S, also ein denkbar ungĂŒnstiges GefĂ€hrt fĂŒr eine solche Tour. Franz stieg erst wieder ein, mit der FJR 1300, ebenso ungeeignet fĂŒr unser Vorhaben. Im Laufe der 4 Jahre (2009 bis 2013) sind wir viel in den Alpen unterwegs gewesen und haben erst mal diesen Teil Europas bereist. Mein Ziel RumĂ€nien habe ich dabei nie aus den Augen verloren. Nach einem SchlĂŒsselerlebnis 2011 am Passo die Gavia, bei dem mich meine 1100er beinahe ab warf, entschloss ich mich dazu, noch im Sommer '11 eine GS zu kaufen. Franz zog im FrĂŒhjahr 2012 nach, verkaufte seine FJR und schlug ebenso zu. AusgerĂŒstet mit den beiden neuen Bikes, fĂŒhrte uns unsere erste Reise nach Slowenien, die wir im Herbst 2012 wiederholten. Bei beiden Reisen waren wir auch öfter abseits der gut ausgebauten Straßen unterwegs und wir erkannten unseren Spaß daran. Ich redete immer öfter von RumĂ€nien und konnte Franz dann doch ĂŒberzeugen, die Tour mit mir zu machen. Im Herbst gingen wir an die ersten Planungen. ReisefĂŒhrer gekauft, grobe Tour durchgesprochen, was gilt es alles mitzunehmen, im Internet ĂŒber RumĂ€nien recherchieren, bedenken abbauen, weiter lesen.

Sobald wir anderen von RumĂ€nien erzĂ€hlten, stießen wir, wie alle anderen, von denen wir Berichte gelesen hatten, auf UnverstĂ€ndnis. Ich will hier nicht weiter ins Detail gehen. Alle die sich mit RumĂ€nien  beschĂ€ftigen, werden selbst festgestellt haben, das sich dieses Land anders prĂ€sentiert.

Im Herbst 2012 ging ich dann den ReisefĂŒhrer durch und legte die grobe Tour fest. Anfangs wollte ich ĂŒber die Tschechei und Slowakei durch Ungarn durch, um in RumĂ€nien eine Karpartenrundfahrt zu genießen. Den Trip zum Donaudelta habe ich verworfen, da es uns zusĂ€tzlich 5 Tage kosten wĂŒrde. Nach der Rundfahrt sollte es dann auf schnellstem Wege durch Ungarn und Österreich zurĂŒck nach Hause gehen.

Im Januar 2013 gingen wir unser Vorhaben konkret an. Franz und ich hatten Nachtdienst und konnten uns mit der Route intensiv beschÀftigen. Als Ergebnis kam dabei folgende Tour dabei raus: altAutobahn bis Passau, durch Oberösterreich durch in die Slowakei. Hier wollen wir die Tatra durchqueren. Nach einem Ritt von ca. 70 km durch Ungarn wollen wir dann am 3ten Tag im Norden RumÀniens sein.

Der lustige Friedhof von Sapanta soll ebenso auf unserer Besichtigungstour stehen wie die Wassertalbahn von Viseu de Sus. Weiter soll es vorbei an den Klöstern im Nordosten gehen um anschließend durch die Bicaz-Klamm zu fahren. Nach Sovata mit dem Salzsee geht es dann nach SiebenbĂŒrgen. Hier stehen die StĂ€dte Sighisoara, Brasov, Alba Iulia und Sibiu auf unserer Roadmap. SelbstverstĂ€ndlich wollen wir noch, soweit wie möglich, die Transfargarasan mitnehmen.

Nach SiebenbĂŒrgen werden wir uns sĂŒdlich in Richtung Eisernes Tor bewegen. Entgegen des ursprĂŒnglichen Gedankens ĂŒber Timisoara durch Ungarn und Österreich ab nach Hause, haben wir uns entschlossen durch den Norden Serbiens und das östliche Kroatien zu den Plitvicer Seen zu fahren.

Insgesamt umfasst die geplante Tour ca. 4860 km. Wir haben uns vorgenommen, in den ersten zwei Tagen ca. 1000 km zu machen, wobei wir, bis auf ein kleines TeilstĂŒck, auf Autobahn gĂ€nzlich verzichten wollen. Aus frĂŒheren Touren nach Österreich wissen wir, das 500 km ohne Problem möglich sind. Spannend wird es erst in der Slowakei, wo die zweiten 500 auf uns warten. FĂŒr die insgesamt 8 Tage in RumĂ€nien haben wir tĂ€glich nicht mehr als 220 bis 280 km eingeplant, sodaß genĂŒgend Zeit fĂŒr Besichtigungen und Quartiersuche bleiben dĂŒrfte. Durch Serbien wollen wir eigentlich nur durchfahren um im Osten Kroatiens noch einmal zu Übernachten. Dann soll es zu den Plitvicer Seen gehen, wo wir uns einen Bike-freien Tag gönnen wollen, um auf den Spuren Winnetou's zu wandeln. Auf dem Heimweg werden wir dann in Slowenien das herliche Soca-Tal befahren um von hier aus den Mangart-Pass mitzunehmen, ehe wir uns durch die Dolomiten schwindelig fahrend auf den Weg nach Hause machen.

Wir haben den Reisebericht nach unseren persönlichen EindrĂŒcken geschrieben. Ich bin mir sicher, wenn wir 2015 wieder RumĂ€nien besuchen werden, dann sehen wir das Land abermals mit anderen Augen. Das macht auch das Reisen aus: sehen, verstehen, lernen und letztlich den eigenen Horizont erweitern.


 

Reisevorbereitungen

Zu Beginn der Planungen haben wir uns erst einmal einen ReisefĂŒhrer fĂŒr unser Hauptziel gekauft und durchgearbeitet. Der ReisefĂŒhrer von Diana Schanzenbach, erschienen im Michael MĂŒller Verlag gab uns hier sehr gute Hinweise zu Land und Leuten, SehenswĂŒrdigkeiten und auch zu evtl. Übernachtungsmöglichekeiten. Hierdurch konnten wir unsere grobe Reiseroute schon einmal formulieren. Über die Seite RumĂ€nien-Tourismus haben wir noch weitere Unterlagen angefordert. Weiter unerlĂ€ssliche / hilfreiche Seiten wĂ€hrend der Vorbereitung waren fĂŒr uns:

- Karpartenwilli

- Das AuswÀrtige Amt

- Motoplaner fĂŒr's Grobe

- Checkliste fĂŒr Motorradtouren

Wir haben in der Zeit viele Reiseberichte gelesen. Hier sind die aus unserer Sicht die Wertvollsten, die uns Inhaltlich weiter gebracht haben und uns Mut gemacht hatten, die Reise anzugehen.

- Oberleo

- Bikerdream

- Ein Reisebericht von Axel Scheich

 


 

Tag 1, Abreise am 28.05.2013 von Regensburg nach Wien ca. 500 km

altDienstag morgen, 7:00 Uhr. Wir machen uns auf den Weg, zu unserer ersten Tagestour. Die Autobahn will uns erst einmal nach Österreich bringen, in einer Stunde haben wir Passau erreicht. Von da an soll das FahrvergnĂŒgen los gehen. Wir fahren nach Norden an die Tschechische Grenze um fortan zwischen ihr und der Donau hin und her zu schwingen. Unter anderem streifen wir Freistadt im MĂŒhlkreis. Momentan wollen wir uns noch nicht so lange aufhalten, liegen doch einerseits knapp 5000 km vor uns, andererseits sitzen wir noch nicht einmal 3 Stunden im Sattel. Eine Stunde spĂ€ter jedoch fĂ€llt mir ein Schild ins Auge: Motorradmuseum!

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Ok, wir brauchen eine Rast, schon ist der Blinker gesetzt und das Museum nach 2 km erreicht. Ein Ă€lterer Herr erwartet uns im Hof, ein wenig mĂŒrrisch: Ihr mĂŒsst die vordere TĂŒr nehmen. Den Bissen meiner Semmel noch im Mund, wĂŒrge ich ein mmmhmmmh raus.

Vorne rein - der Ă€ltere Herr ist hinten verschwunden - treffen wir uns wieder an der Kasse. Diesmal lĂ€chelt er, als er sagt "6 Euro". Na, geht doch. Die Maschinen hat "er" aus aller Herren LĂ€nder zusammen getragen, dazu hatte er auch viel Zeit, um auf sein hohes Alter zurĂŒck zu kommen.

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Eine gute Stunde sehen wir uns die alten MĂŒhlen an, ehe wir uns wieder auf den Weg machen. Das Weinviertel ruft und will erkundet sein, schließlich wollen wir ja im Herbst zum Heurigen. Über Laa an der Thaya und Poysdorf lassen wir uns nach Wolkersdorf nĂ€he Wien treiben, wo wir unser Hotel vom Herbst einmal ansehen. Passt schon! Weiter geht es nach Wien, wo uns Marcus erwartet. Allerdings stehen da noch ca. 20 km Stadtverkehr mit Stop and Go an, womit wir so nicht gerechnet hĂ€tten. Jeder Ampel, ich betone! Jede Ampel war auf rot! Marcus sagte mir am nĂ€chsten morgen, das es normalerweise nicht so ist. HĂ€tte ich auch gesagt ;-) Nach einem gelungenen Abendessen erkunden wir noch Wien bei Nacht. Es hat Spaß gemacht. Um 1:30 Uhr fallen wir tot ins Bett, nur einer muss noch BaumstĂ€mme fĂ€llen. Nach einem FrĂŒhstĂŒck am nĂ€chsten Morgen machen wir uns auf in die Slowakei, Ziel ist die Tatra.

 

 

 

Was wir besucht haben:

Erstes Österreichisches Motorradmuseum in Sigmundsherberg

Wolkersdorf - unser Hotel fĂŒr die Abschlussfahrt

Wien incl. StadtfĂŒhrung von Marcus

 

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Gefahrene Kilometer an diesem Tag: 465 km von Straubing, 515 km von Regensburg.

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Die Tour an diesem Tag.

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RumÀnien 2013 - Tag 2

Es ist 7:00 Uhr morgens, eine kurze Nacht. Vor weniger als 6 Stunden sind wir ins Bett, nun lockt der neue Tag. Also raus aus den Federn und packen. Ich glaube ich werde die Packerei auch die nÀchsten 15 Tage nicht mögen. Wahrscheinlich haben wir zuviel dabei. Das nÀchste mal ist nur eine Unterhose dabei (pro Person ;-).

 

Marcus, unser Gastgeber in Wien lĂ€dt uns noch zum FrĂŒhstĂŒck ein, ehe wir uns auf den Weg machen. Es geht Richtung Osten aus der Stadt raus, vorbei am Flughafen in Richtung Hainburg. Von einem Aussichtsberg schauen wir uns noch mal ein wenig um. Ein Blick nach Wien, nach Bratislava und runter zur Donau mit Hainburg. Bei Hainburg besichtigen wir das Carnuntum und das Heidentor. Hier verlĂ€sst uns Marcus, um an sein tĂ€glich Werk zurĂŒck zu kehren. Wir machen uns auf in Richtung Norden an die Slowakische Grenze.

Die Fahrt bis in die Tatra ist eher unspektakulĂ€r. Die Straßen auf der slowakischen Seite sind absolut in Ordnung, aber auch viel gerade aus. Es wird also eine Landpartie ohne aufregende Ereignisse. Der ehemalige Kommunismus ist an den Plattenbauten ĂŒberall zu erkennen, wobei man auch sagen muss, das es schon fantastische Neubauten gibt. Teils sind Ortsteile schöner als in good old Germany. Zu Mittag gegessen haben wir im Hotel Tematin in Krizna 350, 92221 Moravany nad VĂĄhom. Das Essen ist fantastisch, preislich im deutschen Niveau. Das Hotel macht einen sehr guten Eindruck und wir wollten ursprĂŒnglich am ersten Tag bis hier her fahren. Es hĂ€tte sich gelohnt.

 

 

 

 

 

Fahrtechnisch schön wird es erst wieder an den AuslĂ€ufern der Tatra. Über den ersten BergrĂŒcken der Tatra, kommen wir an einem Rastplatz an. Der Rastplatz liegt an der E 77 nördlich von BanskĂĄ Bystrica. Dort sitzt eine Gruppe Musikanten mit Chor (bestimmt 20 Leute) und spielt was das Zeug hĂ€lt. Als der Klingelbeute der Gruppe rumgeht und wir auch was einwerfen (viele andere waren zu geizig), geht ein Jubelsturm los und wir mĂŒssen Schnaps trinken! Ein nĂ€chster warnt uns zeitgleich, das ein StĂŒck weiter oben die Polizei steht. Also bleibt es bei dem einem Schluck.

 

 

 

 

Eine Stunde spĂ€ter erreichen wir die Pension und wir beziehen ein Appartement mit 2 Zimmer, KĂŒche, Bad fĂŒr 35 €. Nach einem gelungenem Abendessen in der Stadt Liptovsky Mikulas gehen wir noch auf einen Absacker ins Edel-Pub der Stadt, die halbe Bier fĂŒr 0,90 €!

 

Unsere Unterkunft Via Mara am Rande von Liptovsky Mikulas kann ich hiermit gerne weiter empfehlen. Sie war gĂŒnstig, sehr sauber und gerĂ€umig. Zu Fuß ist man in 20 Minuten in der Stadt. FĂŒr mehr hatten wir leider keine Zeit. WiFi ist selbstverstĂ€ndlich gratis. Zum Tor raus gleich links, bis zur nĂ€chsten Abzweigung nach rechts findet ihr ca. 100 Meter spĂ€ter auf der rechten Seite unser Edelpub! ;-)

 

 

 

Was wir besucht haben:

Hainburg

Heidentor

Carnuntum

Liptovsky Mikulas

Unsere Unterkunft:

Unterkunft Via Mara fĂŒr 30 € das ganze Apartment, WiFi incl.

 

Gefahrene Kilometer an diesem Tag: 441 km ab Wien

Die Tour an diesem Tag

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RumÀnientour 2013 - Tag 3


Der Tag begann ohne FrĂŒhstĂŒck, dafĂŒr mit leichtem Regen, wie es Endurofahrer lieben. OK, das einschĂ€len in die Montur (Regenkombi) dauerte 20 Minuten. Aber wir hatten uns ja das FrĂŒhstĂŒck gespart, so blieb Zeit genug, den Regen zu genießen. Nach ca. 1 1/2 Stunden hatte der Wettergott ein einsehen mit uns. Durch die AuslĂ€ufer der Tatra lernten wir so richtig die schlechteren slowakischen Straßen kennen. 95 % der Straßen sind eigentlich sehr gut, die anderen 5 % sind fĂŒr GS-Fahrer. Auf den 5 % gilt es raus aus dem Sattel und die Maschine unter einem arbeiten lassen, wie eine Stute beim Rodeo. Leider haben wir aufgrund des Wetters weder von der hohen noch der niederen Tatra was zu sehen bekommen, da die Wetterwolken ziemlich tief hingen. Wir werden wohl bald die Tatra noch einmal besuchen mĂŒssen.

Die Hohe Tatra (auf slowakisch „VysokĂ© Tatry“, auf polnisch „Tatry Wysokie“), ein Teilgebirge der Tatra, ist der höchste Teil der Karpaten und gehört zu zwei Dritteln zur Slowakei und zu einem Drittel zu Polen. In beiden LĂ€ndern steht sie als Nationalpark unter besonderem Schutz und gehört zum BiosphĂ€renreservat der UNESCO. Auf slowakischer Seite gehört die Hohe Tatra ganz ĂŒberwiegend zur Zips; lediglich der Ă€ußerste SĂŒdwesten gehört zur Liptau. Die Hohe Tatra bietet ein alpenĂ€hnliches Panorama mit Hochgebirgsrelief und vereinzelten Schneefeldern. Ungewöhnlich ist die Anordnung der höchsten Gipfel am (sĂŒdlichen) Außenrand – entgegen dem Alpenpanorama. Sie wird oft – obwohl es sich eigentlich nur um ein Teilgebirge handelt – als das (flĂ€chenmĂ€ĂŸig, keineswegs jedoch höhenmĂ€ĂŸig) „kleinste Hochgebirge der Welt“ bezeichnet. Der Hauptkamm der Hohen Tatra ist „nur“ 27 km lang. Das Gebirge bietet dennoch eine ÜberfĂŒlle an Naturschönheiten und touristischen Möglichkeiten (Wanderungen, Klettertouren, Skihochtouren, Pistenstandorte, zahlreiche Kur- und Erholungsorte).(Quelle: Wikipedia)

Die Niedere Tatra (slowakisch: NĂ­zke Tatry) ist ein Gebirgszug des geologischen Fatra-Tatra-Gebiets in den Karpaten in der Slowakei. Sie liegt sĂŒdwestlich gegenĂŒber der Hohen Tatra. Der Hauptkamm ist 95 Kilometer lang und erstreckt sich vorwiegend in west-östlicher Richtung. Weite Abschnitte dieses Kammes erheben sich ĂŒber die (bei etwa 1.500 m befindliche) Baumgrenze; lediglich der niedrigere zentrale Abschnitt zwischen den PĂ€ssen Čertovica und Priehyba ist ĂŒberwiegend bewaldet. Höchste Gipfel sind der Ďumbier mit 2043,4 m n.m. und der Chopok mit 2023,6 m n.m. Vom Hauptkamm aus ziehen lange SeitenkĂ€mme nach Norden; nach SĂŒden fĂ€llt das Gebirge deutlich steiler ab. Lediglich im Gebiet des Ďumbier erreichen die Nord- und die SĂŒdauslĂ€ufer des Hauptkammes etwa die gleiche LĂ€nge. Die bekannteste Region des Gebirges ist das DemĂ€novskĂĄ dolina (DemĂ€nova-Tal) mit der gleichnamigen Ortschaft und dem Skigebiet von JasnĂĄ. (Quelle: Wikipedia)

Es geht also weiter durch die Tatra raus nach Kosice. Wir liegen sehr gut in der Zeit und haben uns vorgenommen, heute noch Ungarn zu durchqueren und unsere erste Nacht in RumĂ€nien zu verbringen. Das Umfahren der Schlaglöcher konnten wir eine Zeit lang ganz gut ĂŒben, so das wir fĂŒr Ungarn sehr gut gerĂŒstet gewesen wĂ€ren. Doch eine entgegenkommende Gewitterfront belehrte uns eines besseren und zwang uns zum Umkehren. Mit der Gewitterfront im RĂŒcken, eilten wir wieder Richtung Kosice, wo sie uns letztendlich einholte. Und zwar mit so einer Wucht, wie wir es noch nicht erlebt hatten.

Die Quartiersuche mussten wir kurzfristig unterbrechen, da sinnflutartige NiederschlĂ€ge auf uns herabprasselten. Wir fanden auch eine Durchfahrt, wo wir uns unterstellen konnten. Leider kam 10 Minuten spĂ€ter ein 40-Toner, der die Durchfahrt zu nutzen gedachte und uns aus dem Trockenen vertrieb. Die Straßen waren teilweise mahr als 10 Zentimeter hoch unter Wasser, so das mir ein entgegenkommender LKW mit seiner Gischt den Rest gab. Meine Stiefel waren bis oben hin voll (Franz blieb trocken wie immer!), aus meinen Handschuhen quetschte ich die Wasserration fĂŒr die nĂ€chsten Tage und meine Hose war so schwer, das die HosentrĂ€ger keine Chance mehr hatten. Mit halb herunterhĂ€ngenden Hosen ging ich ins Hotel und sagte: drausen regnet es leicht, und ich benötige 2 Zimmer! Nach gefĂŒhlten 2 Stunden heißester Dusche sind wir mittlerweile im Restaurant und sind rund rum glĂŒcklich.

 

 

Bereits zu Hause planten wir als mögliche Unterkunft das Hotel Jahodna. Zum einen fĂŒhrt zum Hotel eine schöne, kurvige Strecke nach oben, zum anderen soll sie deutschsprachig sein. Im Nachhinein waren es die 40 km Umweg nicht wert, die Strecke konnten wir nicht genießen (auch nicht am nĂ€chsten Morgen, und Deutsch haben wir dann eh nicht mehr gebraucht). Die Zimmer die wir bekommen haben waren mehr als klein, unter einer DachschrĂ€ge mit einem Kniestock von höchstens 50 Centimeter. Aufrecht stehen konnte ich nur direkt bei der TĂŒr. Das Bad war viel zu klein. Ausserdem mit 35 € pro Person fanden wir das Preis / LeistungsverhĂ€ltnis mehr als unverschĂ€mt, hatten wir doch die Nacht vorher in einem riesigen Apartment nur die HĂ€lfte bezahlt. Wir verzichten darauf, das Hotel weiter zu empfehlen.

 

Panoramabild kurz vor der ungarischen Grenze mit Gewitterfront.

 

Gefahrene Kilometer an diesem Tag: 292 km, Durchschnittsgeschwindigkeit 53 km/h

Die Tour an diesem Tag, waren wir doch schon in Ungarn, sind dann aber vor dem Gewitter wieder geflĂŒchtet.

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RumÀnien 2013 - Tag 4


Der Tag begann, wie der Gestrige aufgehört hatte. Regen! Oje, war ich doch in der Nacht mehrfach aufgestanden um meine Klamotten trocken zu bekommen. (Franz hatte das Problem nicht ;-). 04:00 Uhr wenden der Hose und der Schuhe, Handschuhe ab 05:00, Helm ab 05:00 Uhr. Resultat, alles war trocken, ich war mĂŒde! Franz nicht.

07:00 Uhr, der Wecker klingelt, ich packe zusammen, Franz ist 10 Minuten spĂ€ter da, er hatte alles schon verpackt, ich war froh, das alles trocken wurde. Runter zum Moped, verstauen und festzurren im Regen! Danach FrĂŒhstĂŒcken, oh, ein Highlight fĂŒr mich, fette WĂŒrste, Ketchup und Spiegeleier, 2 Semmeln dazu und schon ist der Tag mein Freund. Franz nimmt GemĂŒse, er muss ja auf seine Figur achten.

Abfahrt: kurz nach Acht. Nach knapp 20 Minuten sind wir im Regenkombi, schließlich regnete es die ganze Nacht und es regnet immer noch. Nach gestriger Erfahrung wollen wir kein Risiko eingehen, also besser dick drin als nass dran. Na, es hat sich gelohnt, nass sind wir von außen nicht wirklich geworden, denn 5 km nach Abfahrt war Schluss mit Regen, danach nur noch Sonnenschein, bis Ungarn. In Ungarn haben wir uns das Regenzeuch dann runter geschĂ€lt.

Ungarn prÀsentiert sich viel viel besser als erwartet, zumindest hier ganz im Osten. Ein Land, sauber aufgerÀumt, fleissige Weinbauern in der Gegend um Tokaj.

Nach 170 km tauchen wir ein in die Maramures und sind mehr als erstaunt. Armut und Reichtum, schlimme HÀuser und PalÀste, schlechte Kleidung und "Ola la" so nah beisammen, es verschlÀgt uns die Sprache. RumÀnien ist bis jetzt ein Land voller GegensÀtze.

Straßen, ? fĂŒr den einen oder anderen unserer normalen Gruppe unpassierbar! GS --> geht schon, geht sogar super, Es ist mehr ein hĂŒpfen als ein dahingleiten, aber wer aus dem Sattel kann und unter ihm arbeitet eine heiße brasilia.... (Franz hat mir den Vergleich verboten), hat pure Freude daran. Die Maramures gestalten sich als sehr gepflegtes Land. Das Leben spielt sich viel auf der Straße ab. In jedem Dorf das wir passiert haben, sitzen die Leute vor Ihren HĂ€usern und GartenzĂ€unen, die einen verkaufen frisches Obst, die anderen sitzen mit einer Spindel auf der Bank an der Straße und machen Wolle, andere widerum sind nur auf ein GlĂ€schen zusammen gekommen und das durchaus schon mal am frĂŒhen Morgen. Beindruckt haben uns die ganzen Bauten. Ob Orthodoxe Kirche, oder einfaches Wohnhaus, alles ist sehr schön!

 

 

 

Maramureș [maramureʃ] (deutsch Maramuresch, Marmarosch) ist ein rumĂ€nischer Kreis (Județ) im Norden RumĂ€niens mit der Kreishauptstadt Baia Mare. Seine gĂ€ngige AbkĂŒrzung und das KFZ-Kennzeichen sind MM. Der Kreis hat eine GesamtflĂ€che von 6.304 kmÂČ. Er entspricht nur teilweise der historischen Region Maramuresch. Zum einen liegt der Nordteil dieser Region heute in der Ukraine. Andererseits gehören im SĂŒden einige Gemeinden um die Stadt TĂąrgu Lăpuș (Landschaft Țara Lăpușului) und damit Gebiete aus der historischen Region SiebenbĂŒrgen heute zum Kreis Maramureș. Auch der gesamte SĂŒdwesten des Kreises – jenseits des GutĂąi-Gebirges – mit der Kreishauptstadt Baia Mare zĂ€hlte in der Vergangenheit nicht zur Maramuresch, sondern zur Region Sathmar. Der Hutapass verbindet die beiden Kreise Maramureș und Satu Mare (ung.: SzathmĂĄr). Der Kreis Maramureș grenzt im Norden sowie im Nordosten an die Ukraine, im Osten an den Kreis Suceava, im SĂŒdosten an den Kreis Bistrița-Năsăud, im SĂŒden an die Kreise Cluj und Sălaj und im Westen an den Kreis Satu Mare. (Quelle: Wikipedia)

 



 

 

Die Preise in den Restaurants sind kundenfreunlich, eine dick belegte Pizza keine 3 €, ein Bierchen fĂŒr 0,90 €, ein Cocktail fĂŒr knapp 2 €. Hier lĂ€sst es sich vortrefflich Leben.

 

 

Nachdem wir den lustigen Friedhof in Sapanta besucht haben, finden wir Abseits der Straße noch ein Kloster, so wunderschön das man es nicht beschreiben mag. Ich habe fĂŒr Euch dieses Foto geschossen:

Peri-Kloster in Sapanta - 2007 im Rohbau fertig, links die Stabkirche soll mit 78 m die höchste in Europa sein.

 

Was wir besucht haben:

lustiger Friedhof von Sapanta

Peri-Kloster am Ortsrand von Sapanta

Gefahrene Kilometer an diesem Tag: 351 km, Durchschitt mit Pausen: 47 km/h

Die Tour vom heutigen Tag.

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RumÀnien 2013 - Tag 5


Was fĂŒr ein Tag! FrĂŒhstĂŒck im Hotel Buti (gesprochen Butzie) war sehr gut. Das Hotel kann ich wĂ€rmstens weiter empfehlen. Wir haben hier zwar nicht zu Abend gegessen, residiert haben wir hier aber vorzĂŒglich! Ein Blick aus dem Fenster verrĂ€t, es kann gar nicht gut werden. In der Richtung, in die wir fahren mĂŒssen, ist der Himmel schwarz. Naja, es hilft nichts, noch regnet es nicht und wir entschließen uns ohne Regenkombi loszufahren. Huuup Huuuuup, was ist los? Franz meldet sich, was gibts? Oh, das RDC seines Mopeds meldet ein Problem. Kurz untersuchen wir die Meldung und stellen fest, es ist ein Nagel mitten im Hinterrad. Na Bravo, das hat uns noch gefehlt. Die Regenwolken scheinen nĂ€her zu kommen und Reifen flicken steht an...

Wir finden eine Tankstelle mit viel Platz. Also raus mit dem Flickzeug. Nach knapp einer Dreiviertelstunde sind wir wieder fahrbereit. Die dunklen Wolken haben sich verzogen, als wollten sie uns sagen: es gÀbe noch schlimmeres.

Wir fahren, wie geplant, abseits der gut ausgebauten Straßen durch 3 Dörfer der Maramures. In Ungarn hatte wir einen 62-er Schnitt (in Bewegung) hingelegt, heute kommen wir nicht ĂŒber einen 52 km/h hinaus. Wir wissen auch, das die Straßen nicht immer geteert sind. Es macht uns nichts aus, GS (geht scho).

 

FĂŒr die Off-Road-Einlage werden wir belohnt mit der Entdeckung eines Klosters, welche der Bus mit dem Kennzeichen BGL nie erreicht haben kann. Diesen Bus verfolgen wir seit einem Tag, genauer gesagt seit dem lustigen Friedhof in Sapanta. Wir haben selten eine Verbindungsstraße in einem derart "geilem" Zustand vorgefunden, wie diese. Andere wĂŒrden behaupten, es handelt sich lediglich um einen Feldweg, fĂŒr uns war es die "beste Zwischenstrecke" der Welt.

Die 1770 erbaute Kirche zur hl. Paraschiva erhebt sich rechts der Straße auf einem HĂŒgel, auf dessen HĂ€ngen sich ein blumengeschmĂŒckter Friedhof erstreckt. Das Gotteshaus wurde aus Balken errichtet, die ohne jegliches Verbindungselement aus Metall zusammengefĂŒgt wurden, und besitzt ein herrliches geschindeltes Dach. Der von einer eleganten, schlanken Turmspitze ĂŒberragte Bau ist außen mit dem fĂŒr die Kirchen der Maramures typischen Kordeldekor geschmĂŒckt. Die wunderschönen Wandmalereien im Innern wurden 1780 von Radu Munteanu geschaffen.(Quelle: Michelin Reisen)



Am spÀten Nachmittag sind wir in Vatra Dornei.

Vatra Dornei (ungarisch DornavĂĄtra, deutsch Dorna-Watra) ist ein Ort mit knapp 17.000 Einwohnern im Kreis Suceava im Nordosten RumĂ€niens. Der Ort liegt an der MĂŒndung der Dorna in die Goldene Bistritz im nördlichen Teil der Ostkarpaten. Vatra Dornei ist ein Kur- und Wintersportort, der schon im 19. Jahrhundert als Spa bekannt war, der aber heute nicht mehr an den damaligen Glanz anknĂŒpfen kann. Das Casino aus dieser Zeit ist heute eine Ruine. Der Kurpark existiert noch. Es gibt drei Skilifte. In der Umgebung des fast vollstĂ€ndig von Bergen umgebenen Ortes finden Wanderer eine Reihe von reizvollen Wanderrouten. Etwa 5 km östlich von dem Ort liegt das sehenswerte Kloster Acuperămăntul Maicii Domnului am Fluss Bistrița. (Quelle: Wikipedia)

Noch wÀhrend wir auf unserem Navi suchen, werden wir von einem RumÀnen auf Deutsch angesprochen. Er will wissen ob er uns helfen kann. Wir sagen ihm, das wir eine Unterkunft benötigen. Die empfiehlt er uns auch und will spÀter selbst auf ein Bierchen nachkommen.

Eine Stunde spĂ€ter ist Tibi auch schon da. Er will uns mitnehmen, uns sein Land zeigen. Wir lassen uns darauf ein und erleben einen Abend rumĂ€nischer Gastfreundschaft. Wir werden von Freunden Tibi's bewirtet, sind bei seinen Eltern zu Hause beim Abendessen und versacken in einer rumĂ€nischen Disco. SpĂ€t am Abend fallen wir tod mĂŒde ins Bett. Was fĂŒr ein Tag!

 

In eigener Sache:

Wir finden, das sich die engagierten jungen Leute, Familie Moraru, von denen wir am Nachmittag bewirtet wurden, unterstĂŒtz gehören und legen deshalb hier ein paar Fotos auf unsere Website. Sie haben gerade damit begonnen, mitten in einem wunderschönen Naturpark ein Pension zu eröffnen. Die Pension heißt: Pensiunea Cocosul de Munte (Pension zum Auerhahn), Familie Moraru, Reservierungen unter: +40 0749 273 369, oder +40 0747 012 932.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herr Moraru ist gelernter Tischler und hat alle Möbel selbst gebaut.

 

Was / wen wir besucht haben:

Tibius Eltern

Familie Moraru

Kirche zur hl. Paraschiva

Gefahrene Kilometer an diesem Tag: 213 km, Durchschnittsgeschwindigkeit mit Pausen: 28 km/h

Die Tour vom heutigen Tag

 

Kleine Anleitung zum Reifen flicken:

Schwachstelle finden :-)

Problem entfernen.

Loch raspeln.

Und zwar ordentlich, sonst geht der Streifen nicht rein.

Gummi auffÀdeln.

Kleber ins Loch

und zwar ausreichend

Kleber auf den Flicken

ansetzen und rein damit. Hier braucht man schon ein bischen Kraft.

15 bis 20 Minuten warten

Abschneiden, fertig.

ÜbeltĂ€ter aufheben, als Erinnerung! ;-)

vor

 

 

 
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